(seit 2013 - Weltkulturerbe)

fujisan shizuoka 01Den Fuji-san umgibt seit alters her ein Mythos. Schon auf den ersten Blick ist der 3.776 Meter hohe Vulkan mit seinem außergewöhnlich symmetrischen, kegelförmigen Gipfel von atemberaubender Schönheit. Aber auch seine zerstörerische Macht hat er mittels seiner zahlreichen Eruptionen im Lauf der Jahrhunderte immer wieder demonstriert. Beides trug zu der besonderen Verehrung bei, die ihm die Japaner, für die er ein nationales Heiligtum ist, bis heute entgegenbringen. Schon sehr früh errichtete man am Fuße des Fuji Schreine, als Stätten der Verehrung. Von dort nahmen die verschiedenen Routen auf den Gipfel ihren Ursprung. Eine große Anzahl von Pilgern setzte es sich zum Ziel, den heiligen Berg zu besteigen. Diese Art der religiös motivierten Bergwanderungen ist tief im japanischen Volksglauben verankert, und hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Die beschwerliche Pilgerreise auf den Gipfel des Fuji-san galt als Sinnbild für den mühevollen Übergang von der Welt der Lebenden in das Totenreich. Nach dieser Vorstellung begann das Jenseits auf halber Höhe, bei der sogenannten 5. der insgesamt 10 Stationen, die den Aufstieg zum Gipfel traditionell bis heute gliedern. Für die große Zahl der Touristen, ebenso wie für die modernen Wallfahrer, die den Fuji während der Sommer-Saison besuchen, gehören die einzigartigen Pilgerrouten auf den heiligen Berg zum nationalen Kulturerbe Japans. Der Fuji-san, Japans höchster Berg, symbolisiert Japan selbst. Seine Verehrung hat eine besondere kulturelle Landschaft geschaffen hat, in der die Naturverehrung der Japaner eng mit der künstlerischen und literarischen Tradition des Landes verwoben ist.

Mehr Informationen finden Sie auch hier auf unserer Seite: Der Berg Fuji.