Das Autofahren in Japan ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit – es herrscht Linksverkehr – nicht besonders schwierig. In der Regel ist der Verkehr nicht nur langsam, sondern auch recht gesittet und aggressionsfrei – weil bei Unfällen generell dem "Stärkeren", also dem mit dem größeren Auto, die Schuld zugewiesen wird, fahren die meisten Leute ziemlich defensiv. Auf Verkehrsschildern stehen die Ortsnamen auch in lateinischen Buchstaben. An ein paar Besonderheiten – Ampeln auf der jenseitigen Seite der Kreuzung, Vorfahrtschilder nur als Fahrbahnmarkierung – gewöhnt man sich schnell.
Wie leihe ich in Japan ein Auto?
Die großen Autovermietungen wie Avis, Budget und Hertz (= Toyota) haben auch Angebote in Japan, die man direkt über die Webseite der jeweiligen Firma oder normale westliche Suchportale buchen kann. Auf Japanisch (oder mit limitierter englischsprachiger Navigation) kommen noch mehr Optionen hinzu, die oft kostengünstiger sind (z.B. J-Net oder Rakuten). Die Mietwagenfirmen befinden sich meist in der Nähe der JR-Bahnhöfe, doch in der Regel holen alle ihre Kunden am Bahnhof, am Flughafen, am Fährterminal oder auch am Hotel ab bzw. bringen dorthin zurück.
Zwar möglich, aber weniger gern gesehen ist es, wenn man einfach ohne Anmeldung in einem Büro vorbeischaut. Bei Vorbuchung haben die Firmen die notwendigen Papiere meist schon vorbereitet, die Formalitäten sind dann schnell und unproblematisch, man braucht Pass, Führerschein und die Übersetzung (s.o.).
Achtung bei den Versicherungen: Trotz Vollkasko bleibt in Japan manchmal ein Selbstbehalt, die sogenannte "Non-operation Charge". Da können mehrere Hundert Euro anfallen, wenn das Auto bei Rückgabe nicht fahrbereit ist (auch z.B. bei einem fremdverschuldeten Unfall). Manchmal, v.a. über die internationalen Portale, lässt sich auch darüber noch eine Zusatzversicherung abschließen.
Fast alle Mietautos sind Automatik-Wagen, bei denen außer Gas und Bremse alle Funktionen einschließlich Zündschlüssel über Panels und Knöpfe bedient werden.

