Eine kleine Stadt in den Bergen mit gut erhaltenen Häuserreihen aus vergangenen Jahrhunderten, deftigem Essen, ausgezeichnetem Sake und großen Handwerkstraditionen: Takayama, inmitten der Japanischen Alpen gelegen, war früher bekannt für sein hervorragendes und entsprechend teures Zedernholz, das der Stadt einigen Wohlstand einbrachte.
Sehenswürdigkeiten
Der Gouverneur, der für die Shogunatsregierung in Takayama nach dem Rechten sah – vor allem achtete er darauf, dass sich kein Unbefugter an den wertvollen Zedern vergriff – wohnte in einem großzügigen Holz-Palast, dem Takayama Jinya. Das Gebäude, in dem auch die Verwaltung und das Gericht untergebracht waren, ist das einzige historische Regierungshaus dieser Art, das erhalten ist und gibt einen super Einblick in die Wohn- und Arbeitsverhältnisse des 17. / 18. Jhds. In den Gassen der Altstadt sind noch weitere Kaufmannshäuser zu besichtigen.
Straße in Takayama ©Takayama City
Am Ufer des Flüsschens Miyagawa findet täglich etwa von 8 bis 12 Uhr ein offener Morgenmarkt statt. Hier verkaufen Bauern aus der Umgebung ihre Produkte, es gibt saftige süße Äpfel, frische Blattgemüse und eingelegten Kohl, aber auch Souvenirs und Süßes.
Hinter dem Morgenmarkt befindet sich die Takayama Festival Floats Exhibition Hall: Normalerweise sind die farbenprächtigen Festwagen des Takayama Matsuri außerhalb der Festzeiten nicht zu sehen. Doch in diesem Museum kann man einige der aufwändig geschmückten und teilweise mit historischen Marionetten versehen Wagen und mehr bewundern. Und zumindest auf Video bekommt man einen Eindruck von dem farbenprächtigen Takayama-Fest, das nur zweimal im Jahr stattfindet (14./15. April UND 9./10. Oktober).
Ein wenig außerhalb der Stadt Takayama liegt das Freilichtmuseum Hida no Sato: Hier sind mehrere der für die Region typischen alten Bauernhäuser gerettet und restauriert worden: An den hohen steilen Reetdächern rutscht der Schnee im Winter sehr gut ab. Ganz ähnliche Häuser sind auch in den Bergdörfern Shirakawa-go und Gokayama erhalten, die zum UNESCO-Welterbe zählen.
Spezialitäten
Takayama verfügt über hervorragendes klares Wasser und die richtigen Temperaturen, um Sake zu brauen – in der Stadt sind gleich mehrere kleine Sakebrauereien ansässig, die man auch besichtigen und dort den reisbasierten Alkohol verkosten kann. Aus dem Reismehl, das bei der Herstellung von besonders hochwertigem Sake anfällt, werden in Takayama unterschiedliche Süßigkeiten hergestellt. Darüberhinaus ist Takayama für Miso-Paste, eine Würzpaste aus vergorenen Sojabohnen, bekannt.
Fleischessern schmeckt das Sukiyaki, eine Art Fondue, bei dem dünne Scheiben des erstklassigen Rindfleischs aus der Region in Brühe eingetaucht werden.
Und natürlich wächst in der Umgebung immer noch das hochwertige Zedernholz, das die Stadt reich gemacht hat – die historischen Gassen laden dazu ein, Kunsthandwerk und Produkte aus diesem schönen Holz zu kaufen.
Anreise & Zeitbedarf
Takayama liegt an der JR-Bahnstrecke zwischen Nagoya (2 Std. Expresszug) und Toyama (90 Min. Expresszug). Der Zug fährt von Nagoya über den Onsenort Gero, nach Shirakawa, Gokayama und Matsumoto bestehen Busverbindungen. Ein bis zwei Übernachtungen reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zum Schlendern und Verkosten aus.
Text: Westwards
News zum Starkregen:
Englischsprachige Seite von Takayama: Takyama nicht von Starkregen betroffen.

